Was, wenn…? – Cause & Effect in der Plant Solution

In der Commissioning-Phase werden Anlagen auf Herz und Nieren geprüft, um einen bestimmungsgemäßen Betrieb zu gewährleisten. Doch auch das Verhalten im Start- und Reinigungsmodus sowie bei Notabschaltung und in sämtlichen anderen denkbaren Situationen wird getestet. Grundlage dafür sind Cause & Effect (C&E)-Tabellen. Jede Ursache findet hierin eine korrespondierende Wirkung: So lässt sich beispielsweise herauslesen, ob ein Ventil bei 80 % Füllstand geschlossen bleibt, weil es so bestimmt ist, oder weil womöglich die Zuweisung von Ursache und Wirkung fehlerhaft ist. Dafür ist ein minutiöser Datenabgleich notwendig, der jedoch sehr zeitaufwendig und fehleranfällig ist. Eine disziplinübergreifende Datenbank schafft Abhilfe.

Viel Suchen und Handarbeit

Um diese Tabellen zu erstellen, müssen Logik-Diagramme, R&I-Schemata und andere Unterlagen aus den beteiligten Engineering-Disziplinen und damit oft aus verschiedenen CAE-Tools durchforstet werden. Die Informationen daraus werden meist per Hand in der C&E-Tabelle auch Safety Matrix genannt –  zusammengetragen und Punkt für Punkt vom Anwender durchforstet. Das Problem: Ein Effect in einer Disziplin kann gleichzeitig die Ursache für einen Effect in einem anderen Bereich sein. Doch die Ingenieure sehen in der Regel die Logik-Festlegungen anderer Disziplinen nicht. Stimmt eine Verdrahtung nicht, müssen die Dokumentationen der beteiligten Bereiche bearbeitet und koordiniert werden und der Cause & Effect-Check beginnt von vorn.

Hochqualifiziertes Personal lange gebunden

Das zeitintensive Erstellen dieser Tabellen beschäftigt hochqualifizierte Ingenieure oft über mehrere Wochen. Die noch größere Herausforderung ist jedoch die Zuverlässigkeit der Daten, denn die Tabelle ist das einzige Dokument, das es erlaubt, die Festlegungen für die komplexe Funktionalität einer Anlage auf ihre Korrektheit zu prüfen. Stimmen die Angaben nicht, kann es teuer werden, denn eine fehlerhafte Inbetriebnahme kostet Zeit und Geld.

Eine neue Dimension der Effizienz

Um dem entgegenzuwirken, erlaubt Engineering Base (EB) von Aucotec das automatisierte Erstellen von Cause & Effect-Tabellen. Die datenbankbasierte Plattform ist einzigartig in ihrer Durchgängigkeit. Sie unterstützt und dokumentiert den gesamten Plant-Design-Prozess kooperativ und disziplinübergreifend. Sämtliche Abteilungen profitieren von den bereits erarbeiteten Daten der anderen. Zudem begleitet EB die Anlage in Echtzeit über ihre gesamte Lebensdauer hinweg. Der digitale Zwilling, den die Plattform erstellt, verändert sich mit der realen Anlage. Davon profitieren auch die Cause & Effect-Experten. Bei ihren Festlegungen können sie sicher sein, immer den aktuellsten Stand der Anlagendokumentation vor Augen zu haben, selbst wenn sie global über mehrere Standorte hinweg erstellt wurde. Änderungen im R&I-Fließschema wirken sich beispielsweise sofort auf jede weitere Repräsentanz des geänderten Objekts aus. Fehleranfällige Übertragungen und zeitraubende Absprachen entfallen. Auch das MCAD lässt sich leicht und bidirektional anbinden.

C&E auf Knopfdruck

EB übernimmt das Ausdrucken von Logik-Diagrammen und R&Is sowie das sehr aufwändige Zusammenführen von Informationen aus verschiedenen Bereichen übernimmt Engineering Base. Aus den C&E-Festlegungen der jeweiligen Disziplinen erstellt die Plattform eine C&E-Tabelle für jeden gewünschten Operations-Modus, die die Commissioning-Experten noch mit Details, wie z. B. der Zeitspanne bis zur Alarmauslösung, anreichern können. Sollten sich im Check Unstimmigkeiten auftun, werden an der betreffenden Stelle kurzerhand Änderungen vorgenommen. Alle beteiligten Ingenieure sehen, dass sich etwas geändert hat, passen ggf. ihre C&E-Definitionen an und können einfach per Knopfdruck eine neue Tabelle generieren – ohne Absprachen und Übertragungsfehler.

Schneller, besser, sicherer

Mit der einzigartigen Durchgängigkeit von EB lassen sich C&E-Abläufe automatisieren und damit erheblich verkürzen. Die Durchgängigkeit sorgt außerdem für eine außergewöhnliche Konsistenz und Qualität der Tabellen.

Hochqualifizierte Ingenieure können auf die Richtigkeit der Daten vertrauen und ihre Expertise anderen Aufgaben widmen.

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